Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz: Der umfassende Leitfaden zu Ihrem Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz ist ein zentrales Thema für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz. Ob Sie kurz vor dem Verlust des Arbeitsplatzes stehen, gerade eine Kündigung erhalten haben oder sich einfach nur informieren möchten – dieser Leitfaden erklärt klar, verständlich und praxisnah, wie das Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz funktioniert, welche Voraussetzungen gelten, wie Sie Ihre Ansprüche berechnen und wie der Weg zur Beantragung aussieht. Dabei greifen wir auf aktuelle Regelungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) zurück und geben konkrete Tipps, wie Sie Ihre Chancen optimieren können.
Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz verstehen
Der Begriff Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz bezeichnet die rechtliche Möglichkeit, während einer Phase der Arbeitslosigkeit finanzielle Unterstützung in Form von Taggeldern zu erhalten. Die Grundlage bildet die Arbeitslosenversicherung (ALV), die Teil der sozialen Absicherung in der Schweiz ist. Ziel ist es, den Versicherten finanzielle Stabilität zu bieten, während sie eine neue Anstellung suchen – und gleichzeitig die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Wichtig zu wissen ist, dass der Anspruch nicht willkürlich entsteht. Er setzt klare Bedingungen voraus: versicherte Beschäftigung in der Schweiz, Beitragszahlungen zur ALV über eine bestimmte Zeitspanne, Verfügbarkeit und Bereitschaft zur Arbeit sowie die Meldung und aktive Mitwirkung bei der Arbeitsvermittlung durch das RAV (Regionale Arbeitsvermittlungszentrum). In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie in den letzten 24 Monaten genügend Arbeitszeit in einer versicherten Tätigkeit verbracht haben, ausreichend Beiträge entrichtet haben und arbeitslos gemeldet sind sowie dem Arbeitsmarktangebot folgen, entstehen Chancen auf Tages- oder Monatsleistungen gemäß dem Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz.
Voraussetzungen: Wer hat Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz?
Die grundsätzlichen Anspruchsvoraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz setzen sich aus drei Hauptfeldern zusammen: Arbeitsverhältnis und Beitragszeiten, Verfügbarkeit und Arbeitsbereitschaft, sowie die ordnungsgemäße Meldung beim RAV. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Beitragszeiten und versicherte Tätigkeit: Sie müssen in der Regel mindestens 12 Monate in einer versicherten Beschäftigung innerhalb der letzten 24 Monate vor der Arbeitslosigkeit gearbeitet haben. Diese Frist kann in bestimmten Situationen verlängert sein, etwa bei längeren Anstellungszeiten oder besonderen Umständen.
- Arbeitsfähigkeit und Verfügbarkeit: Sie müssen arbeitsfähig und bereit sein, eine neue Arbeitsstelle anzunehmen. Das schließt die Bereitschaft ein, sich auf dem Arbeitsmarkt zu bewerben, an Vorstellungsgesprächen teilzunehmen und verfügbare Stellen zu prüfen.
- Meldepflicht: Sie müssen sich aktiv bei dem zuständigen RAV arbeitslos melden. Ohne Meldung besteht kein Anspruch auf Taggelder. Die Meldung erfolgt in der Regel umgehend nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder dem Wegfall des bisherigen Arbeitsverhältnisses.
- Wohn- und Arbeitsort: Die Regelungen beziehen sich primär auf die Schweiz; Grenzgängerinnen und Grenzgänger unterliegen speziellen Bestimmungen, die beim RAV erörtert werden.
Es gibt auch besondere Bestimmungen für bestimmte Gruppen, wie z. B. jüngere Arbeitnehmer, Personen mit Behinderungen oder Personen mit einer längeren Beitragsdauer. In diesen Fällen kann der Anspruch leicht variieren, etwa in Hinsicht auf die Dauer der Bezugsberechtigung oder den konkreten Beitragszeitraum. Wenn Sie unsicher sind, empfiehlt es sich, frühzeitig das RAV aufzusuchen, um eine individuelle Prüfung zu erhalten.
Beitragszeiten und Anspruchsgrundlagen
Die Grundlage für den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz liegt in der Teilhabe an der Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge werden typischerweise vom Einkommen abgezogen und dienen dazu, das Taggeld zu finanzieren. Die wichtigsten Aspekte sind:
- Beitragsdauer: Die erforderlichen Beitragsmonate richten sich nach dem Alter und dem Zeitraum der Beschäftigung. In der Regel sind es mindestens 12 Monate innerhalb der letzten 24 Monate, um Anspruch zu erwerben.
- Beitragshöhe: Die Höhe des Taggeldes hängt vom versicherten Einkommen ab. In der Schweiz beträgt das Taggeld typischerweise einen Prozentsatz des vorherigen Lohns – je nach Lebenssituation 70% bis 80% des versicherten Verdienstes. Diese Sätze werden durch das Bundesgesetz und die zuständigen Verordnungen festgelegt.
- Beitragsarten: Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichtet. Selbstständigerwerbende können in bestimmten Fällen freiwillig in die ALV einzahlen, um später Leistungen zu erhalten – dies ist im Einzelfall zu prüfen.
Hinweis: Auch wenn Sie bestimmte Phasen der Arbeitslosigkeit bereits hinter sich haben, kann der Anspruch erneut geprüft werden, sofern Sie die entsprechenden Voraussetzungen erneut erfüllen. Es lohnt sich also, die individuellen Verdienst- und Beitragszeiträume zu dokumentieren und mit dem RAV zu besprechen.
Wie viel Geld bekomme ich? – Höhe und Berechnung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld Schweiz
Der Kern des Anspruchs auf Arbeitslosengeld Schweiz ist die Berechnung des Taggeldes. Die Höhe hängt primär vom bisherigen Einkommen ab und wird in zwei Sätzen ausgedrückt:
- Standard-Taggeld: In der Regel erhalten Arbeitslose 70% des vorherigen versicherten Einkommens, sofern keine zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen greifen.
- Mit Kind oder besonderen Bedürfnissen: Bei Erwachsenen mit unterhaltspflichtigen Kindern oder bestimmten Bedürfnissen kann das Taggeld auf 80% steigen. Diese Erhöhung dient der finanziellen Entlastung in Familien mit zusätzlichen Belastungen.
Zusätzlich können gewisse Zulagen gelten, zum Beispiel bei behinderten Menschen, bei bestimmten Unterhaltsverhältnissen oder bei speziellen familiären Situationen. Es gibt Grenzen, die das maximale Taggeldniveau betreffen, ebenso wie Mindestbeträge. Die konkrete Berechnung erfolgt durch das RAV anhand der individuellen Lohnabrechnungen, dem Versicherungszeitraum und dem aktuellen Gesetzesstand. Deshalb ist es sinnvoll, alle relevanten Gehaltsnachweise, Kündigungsschreiben und Arbeitszeugnisse bereit zu halten, damit das Taggeld exakt berechnet werden kann.
Beispielhafte Szenarien helfen beim Verständnis: Wer zuvor eine sehr hohe Lohnbasis hatte, wird in der Regel ein höheres Taggeld erhalten als jemand mit geringerem Einkommen – grundsätzlich bleibt der Prozentsatz der Regel. Für die Beantragung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld Schweiz ist die genaue Orientierung am individuellen Lohn und an der persönlichen Situation entscheidend.
Dauer des Anspruchs: Bezugsdauer und was danach kommt
Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Alter und der Anzahl der geleisteten Beitragsmonate. Allgemein gilt, dass die Bezugsdauer gestaffelt ist und mehrere Jahre umfassen kann. In vielen Fällen kann der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz bis zu mehreren Monaten dauern, wobei ältere Arbeitnehmer tendenziell längere Bezugszeiträume erhalten können. Es gibt gesetzliche Obergrenzen, die festlegen, wie lange Taggelder bezogen werden können, bevor eine neue Prüfung oder eine erneute Arbeitsvermittlung erforderlich wird.
Wichtig ist, dass die Bezugsdauer auch von der aktiven Mitwirkung abhängt. Wer regelmäßig Bewerbungen einreicht, an Qualifizierungsmaßnahmen teilnimmt und an den Terminen mit dem RAV teilnimmt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, schneller wieder in eine Anstellung zu gelangen. Der Prozess ist darauf ausgerichtet, die Vermittlungschancen zu verbessern und eine nachhaltige Wiedereingliederung zu fördern.
Risikofaktoren und Sperrfristen: Was kann den Anspruch beeinflussen?
Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden. Zentrale Punkte sind:
- Eigenkündigung oder Ablehnung von passenden Stellen: In vielen Fällen führt eigenständiges Verlassen des Arbeitsplatzes oder das Ablehnen geeigneter Arbeitsangebote zu einer Sperrfrist, während der keine Taggelder gezahlt werden.
- Nicht-Meldepflicht: Wer sich nicht ordnungsgemäß beim RAV meldet oder Termine versäumt, riskiert eine Verzögerung oder den Verlust von Ansprüchen.
- Nicht-Verfügbarkeit: Wenn man nicht grundsätzlich verfügbar ist, zum Beispiel wegen längerer Reisen oder gesundheitlicher Einschränkungen, kann der Anspruch angepasst oder zeitweise ausgesetzt werden.
- Arbeitsunfähigkeit: Bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit kann der Bezug von Taggeldern angepasst oder ausgesetzt werden; medizinische Atteste unterstützen hier die Entscheidungsgrundlagen.
Diese Regelungen dienen dem Ziel, die Eigenverantwortung und die schnelle Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Es empfiehlt sich, frühzeitig das Gespräch mit dem RAV zu suchen, wenn Unsicherheiten bestehen oder Änderungen eintreten, die den Anspruch beeinflussen könnten.
Beantragung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld Schweiz: Schritt-für-Schritt
Der Prozess der Beantragung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld Schweiz ist systematisch aufgebaut. Eine gut vorbereitete Antragstellung erhöht die Chancen auf eine zügige Auszahlung und eine gerechte Berechnung des Taggeldes. Hier finden Sie eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Unverzüglich melden: Melden Sie sich so bald wie möglich bei Ihrem RAV arbeitslos. Die Meldung ist der erste notwendige Schritt, um den Anspruch zu prüfen und die Förderung der Wiedereingliederung zu ermöglichen.
- Unterlagen sammeln: Bereiten Sie wichtige Unterlagen vor: Personalausweis oder Pass, Sozialversicherungsnummer, Kündigungsschreiben, Lohnabrechnungen der letzten 12–24 Monate, Arbeitszeugnisse, Nachweise über Weiterbildungen sowie ggf. Bescheinigungen über gesundheitliche Einschränkungen.
- Mustertermin wahrnehmen: Nehmen Sie alle vorgeschriebenen Termine wahr, insbesondere die Rückmeldungen des RAV und die Termine zur Arbeitssuche oder Qualifizierung.
- Taggeld beantragen: Der eigentliche Antrag auf Arbeitslosengeld wird in der Regel über das RAV gestellt. Der Antrag enthält Details zur Beschäftigungsgeschichte, zum Einkommen und zur persönlichen Situation.
- Berechnung und Bescheid: Das RAV prüft den Anspruch und erteilt einen Bescheid mit der Höhe des Taggeldes und der Bezugsdauer. Bei Unklarheiten besteht die Möglichkeit, Einspruch einzulegen oder eine Zweitprüfung zu beantragen.
- Mitwirkungspflichten erfüllen: Um Entgeltauszahlungen sicherzustellen, müssen regelmäßig Bewerbungsaktivitäten dokumentiert und entsprechende Nachweise erbracht werden.
Praktische Tipps für die Beantragung: Halten Sie Ihre Lohnabrechnungen geordnet bereit, dokumentieren Sie Bewerbungsaktivitäten fortlaufend, und nutzen Sie die Beratungsangebote des RAV, um Ihre Bewerbungsunterlagen zu optimieren. Eine strukturierte Datei mit allen relevanten Dokumenten erleichtert den Prozess erheblich.
RAV und regionale Unterschiede – Ist der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz überall gleich?
Die Schweiz verfügt über regionale Strukturen, die sich in kleinen Details unterscheiden können. Das RAV-System (Regionale Arbeitsvermittlungszentren) ist landesweit etabliert, aber die Angebote, Arbeitsmarktdaten, lokale Weiterbildungsprogramme und die Bearbeitungszeiten können von Kanton zu Kanton variieren. Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz ist grundsätzlich zentral geregelt, aber die Umsetzung, die Beratung und die zeitnahe Bereitstellung von Unterstützungsleistungen können regional unterschiedlich ausfallen.
Was bedeutet das praktisch? Wenn Sie in der Region A wohnen, kann es etwas andere Abläufe geben als in Region B, insbesondere in Bezug auf Wartezeiten für Termine, Verfügbarkeitsprüfungen oder die Beantragung spezieller Maßnahmen. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig über die lokalen Anlaufstellen zu informieren und das Gespräch mit dem zuständigen RAV zu suchen. Die regionalen Unterschiede betreffen auch Förderungen und Qualifizierungsangebote, die helfen können, schneller wieder in eine Beschäftigung zu gelangen.
Spezialfälle: Grenzgänger, Selbstständige, Vorruhestand und weitere Besonderheiten
Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz variiert je nach persönlicher Situation erheblich. Hier einige häufig auftretende Spezialfälle:
- Grenzgänger und Wochenaufenthalte: Grenzgängerinnen und Grenzgänger unterliegen speziellen Regelungen zwischen Grenzgebieten und dem Wohnsitzkanton. Die Abrechnung von Taggeldern, Berechnungsgrundlagen und Meldefristen kann abweichen, weshalb eine individuelle Beratung beim RAV ratsam ist.
- Selbstständige: Selbstständige haben in der Regel andere Absicherungen. In manchen Fällen können freiwillige Beiträge zur ALV beantragt werden, um später Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz zu erhalten. Das ist eine individuelle Frage, die im RAV geklärt wird.
- Vorruhestand oder Teilzeitarbeit: Bei Teilzeit- oder Vorruhestandsregelungen kann das Einkommen angepasst werden, und es gelten möglicherweise spezielle Berechnungen für das Taggeld. Eine präzise Prüfung durch das RAV ist hier entscheidend.
- Arbeitsunfähigkeit und gesundheitliche Einschränkungen: Falls gesundheitliche Probleme vorliegen, müssen Atteste und medizinische Unterlagen vorgelegt werden, um die Leistungsfähigkeit zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
In all diesen Fällen ist die individuelle Beratung durch das RAV besonders wichtig. Sie klärt Ungenauigkeiten, erläutert die spezifischen Auswirkungen auf den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz und begleitet die Betroffenen durch den Prozess der Antragsstellung, Bemessung und Nachweise.
Wie Sie Ihre Chancen erhöhen: Tipps rund um den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz
Um den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz zu sichern und möglichst schnell wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden, können Sie einige bewährte Strategien nutzen. Hier eine kompakte Liste mit praktischen Hinweisen:
- Frühzeitig melden: Melden Sie sich so früh wie möglich bei Ihrem RAV, idealerweise direkt nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Je früher Sie aktiv werden, desto schneller laufen die Formalitäten an.
- Vollständige Unterlagen: Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen systematisch und aktuell. Lücken in den Unterlagen verursachen Verzögerungen im Verfahren.
- Bewerbungstraining und Qualifizierung: Nutzen Sie Angebote zur Weiterbildung, Bewerbungsberatung oder Coaching, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
- Netzwerk nutzen: Kontakte in der Branche, ehemalige Arbeitgeber oder Jobplattformen können Türen öffnen. Ein gut gepflegtes LinkedIn-Profil oder ein aktueller Lebenslauf unterstützen den Prozess.
- Transparenz und Kommunikation: Halten Sie das RAV über Veränderungen auf dem Laufenden, z. B. neue Jobangebote, gesundheitliche Einschränkungen oder Umzüge.
- Eigeninitiative zeigen: Aktiv bleiben, mehr Bewerbungen schreiben, an Vorstellungsgesprächen teilnehmen und ggf. kleinere temporäre Tätigkeiten in Erwägung ziehen, kann den Wiedereinstieg erleichtern.
Häufige Fehler und Missverständnisse rund um den Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz
Viele Menschen stolpern über ähnliche Stolpersteine. Ein paar häufige Fehler und Missverständnisse, die Sie vermeiden sollten:
- Zu späte Meldung: Wenn Sie sich zu spät melden, kann dies zu Verzögerungen oder dem Verlust von Ansprüchen führen. Planen Sie daher die Meldung frühzeitig.
- Unvollständige Dokumente: Fehlende Belege oder falsche Angaben im Antrag können zu Nachforderungen oder Verzögerungen führen. Sammeln Sie sorgfältig alle Unterlagen.
- Unrealistische Erwartungen: Setzen Sie sich realistische Ziele zur Jobsuche und zur Dauer des Bezugs. Überhöhungen der Werbung führen oft zu Enttäuschungen.
- Ignorieren regionaler Unterschiede: Kantonale Unterschiede können relevant sein. Eine Beratung beim RAV klärt diese Details, sodass der Anspruch korrekt berechnet wird.
Praxis-Checkliste zur Vorbereitung der Beantragung
Um den Prozess der Beantragung effizient zu gestalten, nutzen Sie diese kurze Checkliste:
- Arbeitsvertrag oder Kündigungsschreiben bereithalten
- Letzte Lohnabrechnungen der letzten 12–24 Monate
- Personalausweis oder Pass, Sozialversicherungsnummer
- Arbeitszeugnisse und Ausbildungsnachweise
- Medizinische Atteste bei gesundheitlichen Einschränkungen
- Aktualisierter Lebenslauf und Nachweis von Weiterbildungen
- Terminpläne und Termine für Bewerbungsgespräche
Mit dieser Vorbereitung erleichtern Sie dem RAV die Prüfung und verbessern Ihre Position im anschließenden Vermittlungsprozess. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz wird damit transparent und nachvollziehbar abgebildet.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz
Was bedeutet der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz konkret?
Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz bedeutet, dass Sie unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung erhalten, während Sie eine neue Anstellung suchen. Es handelt sich um eine Absicherung, die Ihnen finanzielle Stabilität bietet und Sie bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt.
Wie hoch ist das Taggeld?
Die Höhe des Taggeldes richtet sich nach Ihrem vorherigen Einkommen. In der Regel erhalten Sie 70% des versicherten Einkommens, bei bestimmten Situationen oder wenn Sie unterhaltspflichtige Kinder haben, kann es 80% betragen. Die genaue Berechnung erfolgt durch das RAV anhand der individuellen Daten.
Wie lange kann ich Arbeitslosengeld beziehen?
Die Bezugsdauer hängt von Alter und Beitragszeiten ab. In der Praxis kann der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz über mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren reichen, sofern Sie weiterhin Bewerbungen nachweisen und die Mitwirkungspflichten erfüllen.
Was passiert, wenn ich kündige?
Wenn Sie eigenständig kündigen oder bestimmte Bedingungen ablehnen, können Sperrfristen auftreten, innerhalb derer keine Taggelder gezahlt werden. Es ist daher ratsam, alle Optionen mit dem RAV zu besprechen, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Was muss ich bei Grenzgängern beachten?
Grenzgängerinnen und Grenzgänger haben besondere Regelungen, die je nach Grenzgebiet variieren können. Die Berechnungsgrundlagen und Meldepflichten erfolgen oft über das RAV, das Sie in Ihrer Region berät und unterstützt.
Fazit: Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz als Orientierungshilfe
Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz bietet Sicherheit in einer Übergangsphase. Durch eine frühzeitige Meldung, sorgfältige Unterlagen, aktive Teilnahme an Qualifizierungs- und Vermittlungsmaßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit dem RAV erhöhen Sie Ihre Chancen, den Weg zurück in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu gestalten. Die Regelungen sind klar, aber die Umsetzung variiert regional und individuell. Nutzen Sie die Angebote, die Ihnen das System bietet, und bleiben Sie proaktiv in Ihrem Prozess der Wiedereingliederung. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz wird so zu einem unterstützenden Baustein auf dem Weg zu einer neuen beruflichen Perspektive.
Abschließende Hinweise zum Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz
Zusammengefasst gilt: Wer die Voraussetzungen erfüllt, rechtzeitig meldet und aktiv am Vermittlungsprozess teilnimmt, hat gute Chancen auf eine sichere finanzielle Unterstützung während der Arbeitslosigkeit. Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Bestimmungen, da Gesetzesänderungen Einfluss auf Pauschalen, Bezugsdauer und Strukturen der Leistungen haben können. Die Beziehung zwischen Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz, dem RAV und den regionalen Gegebenheiten erfordert eine individuelle Beratung – nutzen Sie diese gezielt, um Ihre persönliche Situation bestmöglich zu berücksichtigen.
Mit diesem Leitfaden haben Sie eine klare Orientierung, wie der Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz funktioniert, welche Voraussetzungen gelten und wie Sie den Prozess effizient durchlaufen. Beachten Sie die genannten Schritte, planen Sie vorausschauend und nutzen Sie die Beratungsangebote, um Ihre Chancen auf eine zügige Wiedereingliederung zu optimieren.
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Hinweis zur Nutzung des Artikels
Dieser Text bietet allgemeine Informationen zum Anspruch auf Arbeitslosengeld Schweiz. Er ersetzt keine individuelle Beratung durch das RAV oder andere zuständige Stellen. Für Ihre konkrete Situation empfiehlt sich eine persönliche Beratung bei Ihrem RAV oder einer unabhängigen Rechtsberatung.